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Unser Wochenende: Träume und Experimente

An diesem Wochenende haben wir weiter an unserem Gartentraum gearbeitet; mit der richtigen Menüwahl das "Essen-wie-die-Schweine" eingeführt; unsere eigene Perlen-Manufaktur eröffnet und einen Modewettkampf zwischen Barbie und Lottie ausgetragen.

Eine Hortensien-Blüte

Am Freitag waren wir nachmittags im Loop 5 (einem großen Einkaufzentrum) und haben meine neue Brille abgeholt. Okay, ich muss zugeben, wenn man nicht genau hinschaut, sieht man nicht, dass es eine neue ist... Sie ist der alten Brille schon sehr ähnlich, aber vor allem ist sie noch ohne Kratzer. Meine alte Brille war ja schon so zerkratzt, dass ich putzen konnte, wie ich wollte, ich bekam keinen klaren Durchblick mehr.

 

Im Anschluss haben wir noch nach ein paar Schuhen für die Mädels geschaut. Ich kann es wirklich nicht verstehen, dass wir unsere Große immer fast nötigen müssen, ein paar Schuhe anzuprobieren... Unsere Kleine würde am liebsten alle anprobieren und dann auch kaufen - typisch Frau halt. Aber unsere Große geht überhaupt nicht gern shoppen. Dabei würde ich sie mir so gern mal schnappen und nur mit ihr so richtiges Mädels-Shopping machen. 

 

Nach dem Shoppen haben die Mädels mal wieder das Penny Board der Kleinen entdeckt - nachdem es Wochen achtlos in der Ecke gestanden hat. Sie sind dann mit Stefan an ihrer Seite ein paar Bahnen bei uns im Wendehammer gefahren. Sie tun sich sehr schwer damit, denn weder Stefan noch ich leben ihnen solche Dinge vor. Wir fahren weder Inliner, noch Roll- oder Schlittschuh, noch Skateboard oder eben Penny Board. Woher soll es also bei den beiden kommen? Wie macht ihr das, wenn ihr selbst etwas nicht fahrt, aber eure Kinder Interesse daran haben?

Während die drei sich "sportlich" betätigten, habe ich Fingersport betrieben und den Bücherbären-Artikel sowie die Verlosung hier und auf Facebook live gestellt. Ihr habt noch nicht mitgemacht? Dann aber schnell... ihr habt noch bis Freitag (21.07.2017) Zeit.

Den Samstag haben wir mal wieder mit unserem Wochenendeinkauf begonnen. Einmal pro Woche erledigen wir unseren Großeinkauf, so dass wir dann den Rest der Woche nur noch die frischen Sachen und Kleinigkeiten nachkaufen müssen.

 

Danach ging es ab in den Garten. Aldi Süd hatte letzte Woche Stauden im Angebot und da haben wir zugeschlagen. Die eine Hälfte unseres Vorgartens ist bereits wunderbar eingewachsen. Aber die andere Hälfte hatte noch viele Lücken, da im bisherigen Schatten des Flieders nicht viel gewachsen war. Im Frühjahr hatten wir den Flieder zurückgeschnitten, da er innen sehr verkahlt war. Somit galt es nun die Lücken unter ihm zu füllen. Also haben wir gepflanzt; Verblühtes abgeschnitten; zwei Sträucher im Garten komplett zurückgeschnitten, weil sie krank waren; die Algen im Bachlauf entfernt... Kurz: Wir haben weiter an unserem Gartentraum gearbeitet.

Unsere Kleine hat zwischendurch fleißig mitgeholfen. Balou ist auch immer mittendrin... aber inzwischen ganz häufig schlafend. Der Gartenrundgang steht übrigens ganz oben auf meiner Liste der nächsten Blogbeiträge...

Max und Paula reden nun kein Wort mehr mit uns... Wir mussten ihre unterirdischen Gänge zerstören. An der einen Stelle hatten sie die ganze Erde so zu einem Berg angehäuft, dass wir kaum noch in den Stall gehen konnten und die Tür kaum noch zu ging. Den großen Baumstamm, auf dem sie jetzt wieder sitzen können, hatten sie komplett eingebuddelt. An einer anderen Stelle sind wir eingebrochen, als wir ihnen das Heu in die Raufe getan haben. Also mussten wir alles mal wieder ebnen. Ich bin mir sicher, sie werden bald wieder eine neue unterirdische Welt geschaffen haben.

 

Ansonsten genießen die beiden jeden Ausflug in den Garten - vor allem ins Gemüsebeet. Sie warten immer schon an der Tür und sobald sie sich öffnet schauen sie nach dem Salat und den Karotten. Da beides eh für sie ist, bin ich da sehr entspannt. Es ist ja auch wirklich zu süß...

Danach sind wir noch ins Dehner-Gartencenter gefahren, denn ein paar Stellen im Vorgarten waren immer noch frei. Ein Muss bei jedem Besuch sind die Zwergkaninchen. Ich würde sie jedes Mal am liebsten alle mitnehmen. Aber ich glaube, dass Max und Paula ein zu eingespieltes Team sind und das nicht gut gehen würde... Unsere Kleine hat sich mit einer Schildkröte angefreundet. Diese ist immer dort hin gekrabbelt, wo unsere Kleine hinter der Scheibe stand. Unsere Kleine hätte die Schildkröte am liebsten mitgenommen. Hat jemand von euch Schildkröten? Wie sind sie so als "Haustiere"?

Da wir mittags nichts Warmes hatten, haben wir am Abend gekocht. Unsere Kleine ist immer mit Eifer dabei und schnippelt, was das Zeug hält. Es gab "Tomatensauce" mit angebratenen Wurstwürfeln (Krakauer oder Fleischwurst). Ich glaube diese Form der "Tomatensauce" kennt man nur, wenn man aus Ostdeutschland kommt. Unsere Kinder lieben sie und wünschen sie sich regelmäßig.

Wie ihr auf den nächsten Fotos unschwer erkennen könnt, haben unsere Mädels gegessen wie die Schweine. Das hat auch einen Grund: Wir kämpfen aktuell ein wenig mit den Tischmanieren. Immer wieder "vergessen" die Beiden, dass sie nicht schmatzen oder gerade sitzen sollen; dass wir uns beim Essen gern unterhalten, aber nicht spielen und man z.B. nicht die Streichwurst mit dem Finger vom Brot isst und das Brot dann dafür liegen lässt.

 

Eine nette Nachbarin hat uns daher erzählt, dass sie mit ihren Kindern früher alle 14 Tage einen Tag hatte, an dem die Kinder essen konnten wie die Schweine und sie nichts daran kritisierte. Diese Idee fanden wir einen Versuch wert. Und so  haben wir an diesem Abend wie die Schweine Nudeln mit Tomatensauce gegessen. Natürlich gibt es einige wenige Regeln: Das Essen darf nicht durch die Gegend geworfen werden. Es dürfen keine Wände, Möbel oder andere Personen mit Essen beschmiert werden. Trotz allem Quatsch muss jeder auch etwas essen. Und jeder kann mitmachen, muss aber nicht. 

 

Ich glaube, ich muss euch nicht sagen, wie viel Spaß die Mädels hatten. Und für uns war es sogar sehr entspannt, denn wir mussten nicht ständig "kritisieren". Ob es jetzt dazu führt, dass sie an den anderen Tagen ordentlicher essen, bleibt abzuwarten. Ich werde euch berichten, wie es mit diesem Experiment weitergeht...

Nachdem alle Spuren des Abendessens beseitigt waren, haben sich die Mädels gewünscht, dass ich ihnen die Fingernägel lackiere. Die Farbe auf den Fotos kommt raus, wenn sich jedes Kind in der Drogerie eine Farbe aussuchen darf - egal welche. Wobei es der kleinen Maus auch wirklich steht. Lackiert ihr euren Mädels auch die Nägel? Würdet ihr jede Farbe erlauben? 

Am Sonntagvormittag haben Stefan und ich geputzt und ausgemistet. Während dessen haben sich die Mädels ihre ganzen Barbie-Sachen auf unsere Eingangstreppe geholt und Modeboutique damit gespielt. Ich glaube so lange am Stück haben sie mit ihren Barbies noch nie gespielt. Ich bin ja immer ein wenig hin und her gerissen: Irgendwie gehören Barbies ja für Mädchen dazu. Aber ich war bisher schon froh, dass sie nicht so sehr auf diesen Barbie-Zug aufgesprungen sind. Kennt ihr die Lottie-Puppen? Sie sind mir tausendmal lieber, denn diese Puppen sind "normal". Nicht geschminkt und im Abendkleid, sondern "normal" proportioniert, ungeschminkt und mit z.B. Gummistiefeln. Wie seht ihr das?

 

Und falls ihr euch fragt, ob die Mädels kein Kinderzimmer haben: Doch! Jede hat ein eigenes Zimmer und zusätzlich haben sie noch ein großes Spielzimmer. Ihnen "gehört" die ganze obere Etage unseres Hauses. Da wir am Ende einer Sackgasse wohnen, in die sich keiner verirrt, der nicht hier her gehört, lassen wir bei schönem Wetter oft die Haustür offen. Und wenn wir dann auf der unteren Etage putzen, finden es die Mädels wohl toll auf der Eingangstreppe zu spielen oder malen...

Am frühen Nachmittag haben wir dann mit Balou einen Spaziergang zu den Pferden gemacht. Wir haben das große Glück, dass wir nur wenige Minuten entfernt einen Reiterhof haben. Für einen kurzen Spaziergang - mehr geht mit unserem alten Herren nicht mehr - ist es genau die richtige Strecke. Und für unsere Mädels ist es ein Ziel vor Augen. Auf dem Rückweg war dann die Große unser Pferd und Balous Hundeleine ihr Geschirr mit Führstrick.

Am Nachmittag hatten sich die Mädels gewünscht, dass wir mal wieder kreativ werden. Ich muss zugeben, dass das in letzter Zeit viel zu kurz gekommen ist. Aber bei dem schönen Wetter ist man doch lieber draußen und werkelt im Garten oder macht einen Ausflug. Wir haben uns mal wieder kreativ anleiten lassen: Ich hatte schon vor Längerem ein Fimo-Kids-Set gekauft, mit welchem man Perlen für Schmuck selbst herstellen kann. Das Tolle, man hat gleich eine Anleitung mit dabei und noch ein paar "normale" Plastikperlen. Ansonsten kann man die Perlen und Anhänger auch machen, wenn man "nur" Fimo in unterschiedlichen Farben daheim hat.

 

Kennt ihr Fimo? Fimo ist zunächst mal eine ganz normale Knete, mit der ihr eure Kreationen (Figuren, Schmuck, Bilder) formen könnt. Anschließend kommt euer Kunstwerk für eine gewisse Zeit (bei den Perlen waren es 30 Minuten bei 110 Grad) in den Ofen. Nach dem Abkühlen sind die Kunstwerke dann hart und quasi für die Ewigkeit. Wir haben erstmal die Perlen und Anhänger gemacht - aufgefädelt wird dann die Tage noch.

Zum Abendessen gab es Pizza. Nachdem wir vor einer Weile ein Teigrezept selbst gemacht hatten und das mit der Kitchen Aid wirklich einfach und schnell geht, machen wir nun den Teig immer selbst. Besser gesagt: Stefan macht den Teig immer mit unserer Kleinen. Anschließend darf sich jeder sein Viertel der Pizza belegen, wie er gern mag. Ich staune wirklich immer wieder, wie viel Kinder doch essen können, wenn sie das Essen selbst mit zubereitet haben.

Das war dann auch schon unser Wochenende. Ich hoffe, eures war ebenso schön und ihr seid gestärkt in die neue Woche gestartet!

 

Herzlichst,

eure Doreen

 

Und heute stelle ich euch mal keine weiteren Fragen, denn ich habe im Text schon so viel gefragt und freue mich auf eure Antworten.



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