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Ein Sonntag im Rebstockbad Frankfurt

Letztes Wochenende war vorrangig gefüllt mit ganz alltäglichen Dingen und so gibt es dieses Mal kein Wochenende in Bildern. Am Sonntag waren wir allerdings im Rebstockbad in Frankfurt. Daher nehme ich euch mit in die Wellen und stelle euch unser neues Haustier vor.

Blick ins Rebstockbad Frankfurt

Wir kannten das Rebstockbad bisher noch nicht. Da sämtliche Hallenbäder der Umgebung derzeit geschlossen haben, suchten wir in der ersten Ferienwoche eine Alternative. So kam es, dass unsere Mädels in der ersten Ferienwoche mit Opa & Papa das Rebstockbad besuchten. Als wir sie am Sonntag fragten, worauf sie Lust hätten, war die einstimmige Meinung: "Schwimmen im Rebstockbad". 

 

Ich möchte ehrlich sein: die Atmosphäre könnte gemütlicher sein. Was fehlt ist das Flair einer kleinen Wellnessoase. Die Fliesen am Boden sind in einem dunklen Braun (dafür aber rutschfest!), die Geländer der oberen Etage sind einfach nur verzinkte Rohre und an manchen Stellen blättert bereits die Farbe von der Wand. Das Restaurant könnte gemütlicher und auch kindgerechter eingerichtet sein. Echte Palmen und etwas mehr Grün würden ein wenig Urlaubsgefühl aufkommen lassen. Es fehlen die Vielzahl an bunten Kinderrutschen in jeder erdenkliche Größe ebenso wie Wasserfälle, Piratenschiffe oder Wasserspielgeräte verschiedenster Art.

 

Wer also ein Kindererlebnisbad mit Wellnesscharakter wie zum Beispiel die Aqua Mundos in den CenterParcs und mancher Hotelanlage sucht, der wird enttäuscht sein. Wer jedoch lediglich ein ganz normales Hallenbad erwartet hat, der wird begeistert sein. Kommt mit, wir zeigen euch warum...

Im Außenbereich gibt es eine riesige Liegewiese und ein Außenbecken mit angenehmer Temperatur. Der Blick auf einen benachbarten Natursee mit vielen Gänsen und Schwänen ist traumhaft. Ich finde es toll, dass wir - obwohl wir in einem "Hallenbad" waren - die Vorzüge eines Freibades ebenfalls nutzen konnten. Leider wird die Fassade gerade renoviert, so dass ein Gerüst rings um das Hallenbad stand. Dies hat zwar die Optik ein wenig gestört, nicht aber das Badevergnügen.

 

Neben einem kleinen Kinderspielplatz (wenn ich es richtig gesehen habe, war es nur ein Klettergerüst) gibt es ein schönes Außenbecken für kleinere Kinder. Hier gibt es einen Seehund, der auf Knopfdruck eine Wasserfontäne spritz und eine wundervolle kleine Rutsche. Unsere Kleine bekam von beidem nicht genug - auch wenn ich der Meinung bin, dass sie eigentlich für dieses Becken schon zu groß war...

Im Inneren selbst gibt es eine Vielzahl von Becken: Sportbecken (28°C), Sprungbecken mit Sprunganlage bis 5m (28°C), Planschbecken (34°C), Therapiebecken (34°C) - mit Gegenstromanlage, Vulkan-Hot-Whirlpools (36°C) sowie ein Nichtschwimmerbecken (30°C), welches mit einem Wellenbecken (28°C) verbunden ist. Hier sollte sich also für jeden das passende Schwimmbecken finden... Natürlich gibt es auch zwei große Rutschen: Riesenrutschbahn (120m) - welche bei unserem Besuch geschlossen war - sowie "Black Hole"-Rutschbahn (125m).

Direkt am Eingang ins Schwimmbad haben wir uns ein neues Haustier zugelegt. Darf ich vorstellen: "Kroko". Was solche Wasserspielzeuge angeht sind wir bisher sehr spartanisch ausgestattet: Wasserball, Tauchring, Schwimmnudel und -brett... Alles mehr zum Schwimmenlernen als zum Spielen. Daher waren unsere Mädels begeistert, als sie "Kroko" bekommen haben. Wir alle hatten riesigen Spaß mit ihm, aber am meisten unsere Kleine. Sie hat ihn zunächst getauft und dann wie ein richtiges Haustier behandelt: Leckerli gefüttert, gestreichelt... eben alles was dazu gehört.

Unsere Große hatte riesigen Gefallen daran, mit dem Papa Wasserball zu spielen, während ich mit der Kleinen Maus und "Kroko" ein paar Runden drehte. Aber ich glaube am meisten Spaß hat ihr das Wellenbad gemacht. Sie hatte gar keine Angst und ist bis fast an die Abtrennung zum Schwimmerbecken gegangen. So viel Mut kannte ich an meiner Großen gar nicht. Sobald die Durchsage kam, dass die Wellen gleich beginnen würden, hat sie sich auf den Weg gemacht... Die Kleine hat es eher vorgezogen sich mit mir ins auslaufende Becken zu setzen und wir haben uns von den Wellen schaukeln lassen.

Zwischendurch gab es wilde Fangspiele, denn "Kroko" hatte riesige Lust, kleine Kinder zu jagen. Vor allem, wenn er unter dem Einfluss von Papa stand... Den Mädels hat das riesigen Spaß gemacht und ich glaube, dem Papa auch.

Natürlich haben beide Mädels auch fleißig das Schwimmen geübt. Ihr werdet es nicht glauben, aber unsere Große ist tatsächlich bereit in den Oktoberferien einen Schwimmkurs zu besuchen. Die Bedingung: Wir müssen dabei sein und zuschauen. Wir hatten ja eh schon nach einem Hotel für die Herbstferien geschaut. Jetzt sollten wir eines finden, welches auch einen Schwimmkurs anbietet. Wenn ihr ein tolles Hotel kennt, dann gern her mit euren Tipps!

Während die Große fleißig daran arbeitet, die Schwimmtechnik zu lernen und immer weniger Blöcke am Schwimmgurt zu haben, verlässt sich die Kleine noch liebend gern auf ihre Schwimmflügel. Die Beinbewegungen macht sie schon ganz gut, aber die Arme vergisst sie einfach immer. Wenn überhaupt grault sie eher. Vom Schwimmgurt hält sie gar nichts - klar, da müsste sie dann ja auch die Arme benutzen. Ich denke, sie hat einfach noch keine Lust, solange sie ja auch so vorwärts kommt. Aber das wird schon noch...

 

Viel wichtiger ist uns, dass beide ihre Angst vorm Wasser verloren haben. Es macht ihnen gar nichts aus wenn sie mal untertauchen oder eine volle Ladung Wasser ins Gesicht bekommen. Das sah vor einer Weile noch ganz anders aus...

Da Schwimmen ja bekanntlich hungrig macht gibt es natürlich auch ein Restaurant. Ich bin nicht ganz schlau geworden, ob es nicht eigentlich zwei Restaurants gibt... Bei unserem Besuch hatte jedenfalls nur eines auf. Zugegeben: Restaurant weckt vielleicht die falsche Erwartungshaltung. Es war eher ein Fast-Food-Restaurant. Aber: Es wird alles frisch zubereitet, es gibt für jeden Geschmack etwas (auch Vegetarier) und es war lecker. Die Preise sind wirklich okay: Ein Menü mit Getränk lag um die 6 Euro. Sicherlich kein Gourmet-Restaurant, aber für den Hunger zwischendurch vollkommen ausreichend.

Die sanitären Einrichtungen und Umkleidekabinen sind sauber und in Ordnung. Ich persönlich finde, dass man Duschen und Toiletten hätte trennen können, aber es stört auch nicht sonderlich. An verschiedenen Stellen finden sich Wickeltische für die Kleinen.

 

Um das gesamte Becken herum stehen Stühle, Liegen und Tische zur Verfügung. Sollte mal nichts frei sein, so bietet die Tribüne reichlich Platz, es sich auch dort gemütlich zu machen.

 

Das Schwimmbad hat zwar dienstags bis sonntags von 09 bis 22 Uhr und montags von 10 bis 22 Uhr geöffnet, aber ich würde euch empfehlen früh zu starten. Denn gegen Nachmittag wird es sehr voll. Wir waren kurz vor 11 Uhr dort und sind um 16 Uhr wieder heim.

 

Unschlagbar fanden wir den Eintrittspreis: In den Ferien zahlt man als Familie nur 15 Euro für den ganzen Tag! Aber auch außerhalb der Ferien sind die Preise nicht überdimensioniert: für 3 Stunden zahlen Familien montags bis freitags 16,50 € und samstags, sonntags oder an Feiertagen 17,50 €.

Das waren unsere Eindrücke aus dem Rebstockbad in Frankfurt. Wir haben beschlossen, dass wir in diesen Ferien noch öfter dort sein werden. Vielleicht treffen wir uns ja ...

 

Herzlichst,

eure Doreen

 

Und nun interessiert mich: Welche Bäder habt ihr bei euch in der Nähe? Geht ihr regelmäßig mit euren Kindern schwimmen?



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