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Unser Wochenende mit Spaß und Tränen

Kennt ihr diese Tage, in die ihr ganz viel Energie steckt, damit sie für alle ganz besonders werden und am Ende seid ihr total geschlaucht, weil... Ja, warum eigentlich? Dazu mehr in unserem Rückblick auf ein Wochenende mit ganz viel Spaß und Abenteuer, aber auch mit einigen Tränen.

Unsere Große auf dem Kinder-Parcours 2 im Kletterwald in Darmstadt

Am Donnerstag war bei uns in Hessen Feiertag. Diesen haben zusammen mit Freunden im Palmengarten in Frankfurt verbracht. Es war wunderschön und anstrengend zugleich. Man mag es kaum glauben, aber wir waren zum ersten mal im Palmengarten. Die Anlage ist einfach traumhaft: so viele schöne Pflanzenwelten; immer wieder Bäche, Seen oder Wasserfälle; Spielplätze; eine Parkbahn; Ruder- und Tretboote; Minigolf...

 

Ich kann euch sagen, danach waren wir alle ganz schön platt. Aber die gemeinsame Auszeit und das Treffen mit unseren Freunden hat so viele Reserven aufgefüllt. Ein eigener Beitrag über den Palmengarten ist schon in Arbeit. Hier aber ein paar erste Eindrücke.

Am Freitag hatten sowohl die Schule als auch der Kindergarten geschlossen. Ich habe daher von daheim gearbeitet und die Mädels haben sich ganz toll selbst beschäftigt. Da wurde fleißig gemalt & gebastelt; ein Flohmarkt mit den Kunstwerken ausgerichtet und ein großer Freizeitpark aufgebaut.

 

Am Nachmittag haben Stefan und ich den Wochenendeinkauf erledigt, während die Mädels wieder bei Oma & Opa waren. Seit diese in unserer Nähe wohnen, wollen beide immer lieber zu ihnen, als mit uns den Wochenendeinkauf zu erledigen. Uns soll es recht sein. Sie haben ihren Spaß und wir können ganz in Ruhe durch den Markt schlendern und alles besorgen.

 

Wir haben dann auch gleich mal ohne die Mädels beim Fahrradhändler vorbei geschaut und uns informiert, welches Fahrrad für unsere Große als nächstes am besten wäre. Die Auswahl fiel am Ende wieder auf ein Puky-Fahrrad. Ich kenn mich mit den ganzen "technischen Details" und Fachbegriffen nicht aus, aber ausschlaggebend waren das Gewicht und die leichte Gangschaltung.

 

Puky begleitet uns schon von klein auf - erst hatten die Mädels ein Laufrad von Puky; später dann das kleine Fahrrad mit Stützrädern (derzeit benutzt von der Kleinen, aber nun ja bereits ohne Stützräder) und seit ca. zwei Jahren das 18-Zoll-Fahrrad für die Große. Nun sollte die Kleine das 18-Zoll-Fahrrad von der Großen erben und diese brauchte daher ein neues eine Nummer größer.

Also ging es am Samstag nach dem Frühstück direkt wieder zum Fahrradgeschäft und die Große konnte sich ihre Wunschfarbe aussuchen. Sie konnte es kaum erwarten und war ganz aufgeregt. Schon bei der Probefahrt haben wir gesehen, dass wir die richtige Wahl getroffen hatten. Sie ist direkt super mit dem Fahrrad klar gekommen. Sie hat nun das erste Mal ein Fahrrad mit Gangschaltung. Und diese "Anzeige" - wie sie es nennt - macht ihr riesigen Spaß, braucht allerdings auch noch ein wenig Übung.

 

Wenn euch die Details zum neuen Puky-Fahrrad interessieren, dann schaut gern auf der Website von Puky nach. Dort findet ihr eine sehr gut Übersicht und alle Informationen.

 

Kaum wieder daheim mussten wir auch gleich eine Probefahrt machen - die Große mit ihrem neuen Fahrrad und die Kleine nun mit dem "alten" Fahrrad der Großen. Später dann haben wir einen kleinen Fahrradausflug zu Oma & Opa gemacht und sind mit ihnen Eis essen gegangen. Das hatten wir den Mädels immer versprochen: Wenn sie beide ohne Stützräder fahren könnten, würden wir unsere erste Fahrradtour zur Eisdiele machen. Und dieses Versprechen haben wir dann direkt eingelöst.

Der Rest vom Samstag war leider eher durchwachsen. Sicherlich kennt ihr das, dass eure Hormone euch regelmäßig auf Berg-und-Tal-Fahrten schicken. Am Samstag war bei mir mal wieder die Talfahrt angesagt. Da braucht es tatsächlich keinen besonderen Grund und ich würde an solchen Tagen am Liebsten die Decke über den Kopf ziehen und warten, dass alles einfach nur vorbei geht. Aber wenn du zwei kleine Zicken daheim hast, passiert natürlich genau das Gegenteil vom Decke-über-den-Kopf-ziehen...

 

Unsere Große scheint gerade in einer Art Vorpupertät zu stecken. Sie ist entweder übermütig gut drauf oder zu Tode betrübt. Sie beteiligt sich überhaupt nicht im Haushalt und empfindet alles, worum wir sie bitten, als Last und "total ungerecht". Wenn wir ihr Tipps geben möchten oder gutes Benehmen einfordern, dann empfindet sie es, als würden wir nur an ihr herumkritisieren und sie könne es uns nicht recht machen und würde ja eh immer alles falsch machen. Ihr Gefühle schwanken zwischen absoluter Überheblichkeit - dem Gefühl sie kann alles perfekt und ist die Beste - und dem kompletten Versagensgefühl - ich kann ja gar nichts.

 

Unsere Kleine dagegen scheint gerade erhebliche Probleme mit den Ohren zu haben. Nein, im Ernst: Sie hat natürlich nichts an den Ohren. Aber sie hört absolut nicht. Egal, was wir ihr sagen, sie macht aus Prinzip das Gegenteil. Sie erkennt absolut keine Grenzen und scheint auch nicht zu spüren, wann sie einen Schritt zu weit geht oder gegangen ist.

 

Von dieser unendlichen Geschwisterliebe sprechen wir erst gar nicht... Wenn ich davon immer auf anderen Familienblogs lese, frage ich mich, was bei uns falsch läuft. Ja, natürlich spielen beide gern und viel miteinander. Sie können das durchaus auch stundenlang ohne Streit und Geschrei. Sie umarmen sich auch mal und knutschen die andere ab. Doch immer wieder streiten sie sich um Banalitäten. Das Würstchen von der Anderen ist aber viel größer; die Andere hatte jetzt aber schon fünf Minuten länger das XY; aber die hat...; das war meins - nein, das hast du mir geschenkt; ...  Sie gönnen einander die Butter auf dem Brot nicht.

 

Ich selbst ertappe mich dabei, wie ich ihr Verhalten immer wieder als "undankbar" empfinde. Wir geben uns doch so viel Mühe und versuchen beiden Bedürfnissen gerecht zu werden. Wir nehmen uns viel Zeit zum Kuscheln, Basteln und Spielen mit ihnen. Wir haben ihnen ein schönes Zuhause geschaffen. Wir planen und unternehmen Dinge, die ihnen gefallen (sollten). Wir...

 

Am Ende waren dann sowohl die Große als auch ich am Samstag wohl in unserem Tal angekommen und haben zusammen eine Runde geweint. Manchmal braucht es das einfach. Es ist wie ein reinigendes Gewitter. Danach ist die Luft wieder frisch und es geht einem wieder besser. Hoffen wir nun, dass das nächste Tal noch ein wenig weg ist...

Am Sonntag sind wir nach dem Frühstück zum Kletterwald nach Darmstadt gefahren. Da unsere Große auf den Spielplätzen immer die Klettergerüste hoch und runter klettert, dachten wir, dass dies genau das Richtige für sie wäre. Und wir haben uns auch nicht getäuscht...

 

Unsere Große war mega begeistert und wäre vermutlich bis zum Abend geblieben. Den anfänglichen Respekt hat man der Großen zwar angemerkt, aber sie hat jede Strecke ausprobiert. Am Anfang musste Stefan noch hier da bei den Haken helfen, aber dann hatte sie den Dreh auch raus und ist vollkommen allein losmarschiert.

 

Unsere Kleine hatte leider nicht so viel Spaß, bei ihr hat die Angst noch überwogen. Dennoch waren wir ganz stolz, dass sie ein paar Wege vom Parcours ausprobiert hat. Unser Fazit: Wir kommen bestimmt wieder. Und für euch werde ich den Kletterwald auch nochmal ganz ausführlich als Ausflugstipp verbloggen.

Am Nachmittag hat unsere Große dann tatsächlich mal wieder mit mir Lesen geübt. Das letzte Mal liegt leider schon ein Weilchen zurück. Über unsere Probleme mit dem Lesen lernen hatte ich ja schon mal ganz ausführlich berichtet. Leider ist das bei uns immer noch ein kritisches Thema, aber wir arbeiten gemeinsam daran. Die Büchersterne aus dem Oetinger-Verlag können wir fürs gemeinsame Lesen wärmstens empfehlen.

Am späten Nachmittag sind dann Oma & Opa zum Grillen gekommen. Für die Mädels haben wir - neben dem sonstigen Grillen - noch Stockbrot und Würstchen am offenen Feuer gegrillt. Das war toll, auch wenn ich an meinem Stockbrot-Rezept noch etwas nacharbeiten muss. Wenn ihr also ein leckeres Stockbrot-Rezept habt, dann gern her damit. Ich wäre euch sehr dankbar.

Mit dem gemeinsamen Abendessen haben wir unser Wochenende ausklingen lassen. Wie versprochen ein Wochenende mit ganz viel Spaß und zwischendurch auch vielen Emotionen. Somit habt ihr heute deutlich mehr zu lesen und weniger Fotos gehabt. Ich hoffe, dass euch unser Wochenende in Bildern bzw. Worten dennoch gefallen hat.

 

Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Woche!

 

Herzlichst,

eure Doreen

 

Und nun interessiert mich: Was unternehmt ihr an einem "normalen" Wochenende?



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