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Kleine Auszeiten im Alltag

Manchmal verlangt der Alltag sehr viel von uns - sogar bis an unsere Grenzen. Dann ist es wichtig, dass man sich Zeit für sich nimmt, um wieder aufzutanken. Denn nur, wenn es uns selbst gut geht, können wir auch für andere da sein. Doch es muss nicht immer gleich ein ganzes Wellnesswochenende sein. Für meine kleinen Fluchten im Alltag braucht es nicht viel Zeit und auch nicht viel Geld.

Die gelbe Blüte eines Löwenzahns

Die Natur in all ihren Variationen bietet mir die größte Entspannung. Meine Mädels morgens aus dem Bett zu bekommen, ist nicht einfach. Die Große ist genau so ein Morgenmuffel, wie ich selbst. Da kommt so manches Mal der erste Stress bereits auf, noch bevor der Tag überhaupt richtig angefangen hat. Während die Mädels frühstücken, gehe ich mit Balou raus.

 

Und dann kann ich auch schon wieder die ersten Reserven auftanken. Wenn die Vögel zwitschern, mir die Morgensonne ins Gesicht scheint und die Natur erwacht... Einfach unbezahlbar! Selbst im Winter, wenn mir die Kälte im Gesicht beißt oder dicke Schneeflocken vom Himmel fallen. Ja, selbst der Regen, der mich wie eine Ladung kaltes Wasser ins Gesicht wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholt, hilft aufzutanken.

Wenn zwischendurch mal alles zu viel wird und einem manchmal sogar die Tränen kommen, dann bin ich so froh, dass wir Balou haben. Dieser Teddybär zum Ankuscheln, den man ganz fest an sich drücken und minutenlang streicheln kann... Ich kann euch gar nicht sagen, wie beruhigend das wirkt.

 

Aber auch unsere zwei Kaninchen Max und Paula können mich wunderbar entspannen. Ich könnte stundenlang bei ihnen im Stall sitzen und sie beobachten. Dabei kann ich komplett abschalten und mich nur auf den Moment konzentrieren.

Entspannung durch Arbeit bietet mir unser Garten. Früher habe ich meine Mama immer ausgelacht, wenn sie gemeint hat, dass die Gartenarbeit sie entspannt. Aber es stimmt. Natürlich ist es auch anstrengend, aber im positiven Sinne. Wenn ich ein Beet vom Unkraut befreie, Stauden einpflanze oder welkes & krankes Blattwerk abschneide, dann bin ich dabei ganz konzentriert und kann wunderbar abschalten. Als Bonus kommt am Ende das gute Gefühl oben drauf, wie schön das Beet geworden ist.

Erwachsenen_Puzzle 300x250

Gerade im Winter verbringe ich so manchen Abend mit Puzzlen. Diesen Winter waren es acht Stück, die nun im Bilderrahmen in meinem Zimmer darauf warten, dass ich einen Platz für sie finde. Ich habe mir sogar extra von meinem Papa eine Platte anfertigen lassen, so dass ich das Puzzle, wenn ich keine Lust mehr habe, einfach unter das Sofa schieben und am nächsten Abend weitermachen kann. Auch hierbei sorgen Konzentration und Erfolgserlebnis für Entspannung und Glücksgefühl.


Auch wenn ich die Gartenarbeit liebe, so liebe ich es noch mehr, den Garten selbst zu genießen. Ich schaffe mir gemütliche und lauschige Ecken & Plätze, in welchen ich ganz in Ruhe in Zeitschriften schmöckern kann. Am liebsten mag ich Zeitschriften rund ums Landleben - mit Gartentipps, Rezepten, Dekoideen... Während dessen spielen die Mädels und ich kann sie manchmal ganz verstohlen beobachten. Dann spüre ich die absolute Zufriedenheit.

Durch die Mädels habe ich auch mein Gefallen am Basteln und Malen entdeckt. Ich bin daran wirklich nicht sehr gut, aber es macht Spaß. Und das sollte doch auch im Vordergrund stehen. Die Große und ich, wir könnten stundenlang unserer Kreativität freien Lauf lassen.

Der größte Genuss ist für mich ein Kaffee; direkt gefolgt von Trüffelpralinen. Ich weiß, die Kalorien darf man dabei nicht zählen. Und genau das mach ich auch nicht. Statt dessen genieße ich einfach nur. So liebe ich es, wenn Stefan mich am Wochenende mit einem Kaffee im Bett weckt und wir dann alle noch lange im Bett kuscheln und raufen. Oder wenn ich auf der Gartenbank sitze und einfach nur das Geschehen um mich herum beobachten und genießen darf. Perfekte Momente!

Früher hätte ich am liebsten jeden Tag gebadet. Dank der Kinder bin ich inzwischen eher zum Dusch-Typen geworden. Ich könnte stundenlang unter dem warmen Wasserstrahl stehen. Zugegeben, manchmal tue ich es auch... und genieße dann den kleinen Moment Auszeit, den inzwischen auch meine Mädels gelernt haben zu respektieren. Aber für richtige Entspannung sorgt dann doch ein schönes Bad - manchmal auch mit einem Glas Wein.

So, wie ich es liebe in Land-Zeitschriften zu blättern, so gern lese ich auch Garten-, Deko- oder Kreativbücher. Ich könnte sie mir immer und immer wieder anschauen. Und wenn ich mal ganz viel Zeit habe lese ich auch gern einen guten Roman. Allerdings muss ich gestehen dass das letzte Mal schon ein wenig her ist und noch das ein oder andere Buch in meinem Regal darauf wartet, gelesen zu werden.

 

Das sind meine kleinen Fluchten im Alltag, mit denen ich meine Reserven wieder auffülle.

 

Herzlichst,

eure Doreen

 

Und nun interessiert mich: Was macht ihr, wenn der Akku mal wieder leer ist und ihr eine kleine Auszeit braucht?



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Kommentare: 2
  • #1

    Sylvia Rückriem (Freitag, 16 Juni 2017 08:52)

    Du bist wahnsinnig vielfältig und ich finde es toll, dass du die vielen kleinen Dinge im Leben genießen kannst. :)
    Durch meine Kinder sind leider viele Hobbys, welche bei mir früher für Ausgleich gesorgt haben, hinten runter gefallen.
    Früher war ich in Chören aktiv und bin viel Rad gefahren oder gejoggt.

    Heute habe ich dafür keine Zeit mehr und musste mich besonders schweren Herzens vom Singen trennen.
    Mir bleiben jedoch kurze Momente erhalten, wo ich zuhause mit meiner Gitarre vor mich hinsinge, ein Puzzle zusammensetze oder ein neues Backrezept ausprobiere.
    Diese Momente sorgen bei mir für Ruhe und Ausgleich vom Alltag.

  • #2

    AlltagsReise (Freitag, 16 Juni 2017 09:28)

    Liebe Sylvia,

    genau das wollte ich mit meinem Beitrag zeigen, dass gerade die kleinen Auszeiten ganz wichtig sind. Ich verstehe dich nur sehr gut, denn mit Haushalt, Kindern, Job und Blog bleibt mir auch nicht viel Zeit für mich. Aber ich versuche, mir immer mehr mal ab und an fünf Minuten zu nehmen. Dafür muss dann etwas anderes leiden - meistens der Haushalt. Aber das müssen wir uns wert sein. Denn es nützt nicht, wenn alles sauber ist, das Geld auf dem Konto und die Kinder glücklich, wenn wir auf dem Zahnfleisch gehen.

    Herzlichst,
    deine Doreen