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Unser Osterwochenende

Nach einem sonnigen Start ins Osterwochenende, hat sich das Wetter an Ostern selbst leider nicht von seiner schönsten Seite gezeigt. Doch davon haben sich unsere Mädels die Freude nicht verderben lassen.

Der Samstag war gefüllt von ganz "normalen" Erledigungen: Wir drei Mädels sind gemütlich in den Tag gestartet und haben uns vom Friseur verwöhnen und aufhübschen lassen, während Stefan noch arbeiten war. Am Nachmittag sind wir für ein paar professionelle Fotos zum Fotografen nach Darmstadt gefahren und haben es uns im Anschluss bei Kaffee, Tee, Eis und Apfelstrudel gut gehen lassen.

 

Der Sonntag ist für mich als Langschläfer viel zu früh gestartet; aber ich konnte die Frage "Wann dürfen wir endlich Ostereier suchen?" irgendwann nicht mehr ignorieren. Die Mädels legten voller Eifer los. Da wir zum ersten Mal in der oberen Etage suchten, gab es auch keine bekannten Verstecke, so dass es dieses Mal tatsächlich etwas länger dauerte, bis alles gefunden war. Dennoch finde ich es schade, dass nach so langer Vorfreude und Spannung die Suche dann doch immer wieder so schnell vorüber ist...

Nun verrate ich auch, was es dieses Jahr - neben den viel zu vielen Süßigkeiten - für unsere beiden Mädels gab.

 

Da unsere Kleine sich lange Zeit beschwert hat, dass die Große einen Roller hat und sie nicht, haben wir uns entschlossen, ihr den HUDORA Big Wheel GS 205 zu schenken. Selbstverständlich ist es genau der selbe Roller, wie ihn die Große hat - so vermeiden wir eventuellen Streit, wessen Roller schöner, besser oder größer ist...

 

Die Große hat sich schon lange das PLAYMOBIL Meeresaquarium gewünscht. Sie hatte sich vor Längerem bereits den PLAYMOBIL Aquarium-Shop und das PLAYMOBIL Pinguinbecken von ihrem eigenen Geld gekauft.

 

Eigentlich sollte das Aquarium zu Ostern dann für beide geben. Aber der Roller für die Kleine konnte nicht bis Weihnachten oder ihren nächsten Geburtstag warten. Und einfach zwischendurch wollten wir ein so teures Geschenk auch nicht machen. Somit sind die Geschenke dieses Jahr deutlich größer ausgefallen, als es bei uns eigentlich üblich ist. Normalerweise gibt es bei uns kleinere Geschenke, wie Bücher oder CDs. Dafür gab es in diesem Jahr dann für jede auch nur dieses eine Geschenk. Und gefreut haben sich beide riesig.

Während Stefan mit Balou draußen war und Brötchen vom Bäcker geholt hat, haben wir noch vor dem Frühstück das Aquarium aufgebaut und Lena hat die ersten Runden mit ihrem Roller in der Wohnung gedreht.

 

Nach dem Frühstück gab es mal wieder einen kreativen Vormittag bei uns. Die Mädels haben sich die Farben geschnappt und gemalt, und gemalt, und gemalt... Ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr ich unsere Bastelecke genieße. Nicht mehr dieses ständige "Pass auf, dass du nicht auf den Esstisch malst..."; "Aber nicht mit der Farbe an die Wand spritzen..."; "Hast du eine Unterlage drunter?". Es ist egal, wenn sie den Tisch vollmalen oder auch mal Farbe an der Wand oder auf dem Boden landet.

 

Und noch viel schöner finde ich, dass alles griffbereit steht und nicht immer erst aus dem Keller nach oben getragen und anschließend wieder runter getragen werden muss. So ist in wenigen Minuten das ganze Chaos auch wieder beseitigt. Und die Mädels haben jederzeit die Möglichkeit ihre Kreativität auszuleben.

Bevor es zum Spargelessen zu den Großeltern ging, haben wir noch eine Runde mit den Rollern gedreht. Gerade mit Hund ist es immer wieder schön, dass wir fast direkt vor der Haustür das Feld haben und somit direkt mitten in der Natur sind.

 

Während die Große mit ihrem Roller schon sehr flott unterwegs ist, hat sich die Kleine noch etwas schwer damit getan. Alle paar Meter musste sie eine Pause machen, "weil die Beine sich kurz ausruhen mussten". Da werden wir wohl in Zukunft häufiger ein paar Runden drehen müssen...

Bei den Großeltern hatte der Osterhase dann noch ein paar Gelstifte, Hama Magical Horses-Bügelperlen; die Fasermaler FriXion Colors von Pilot und ein paar Süßigkeiten versteckt. Die Bügelperlen wurden dann auch gleich verarbeitet und die Fasermaler ausprobiert. Diese löschbaren Fasermaler sind schon etwas Tolles. Wenn die Mädels mal über den Rand malen oder etwas nicht so gelingt, wie sie wollten, kann es einfach wieder wegradiert werden. Ich war ja erst skeptisch, ob das wirklich funktioniert, aber es klappt tatsächlich.

Natürlich mussten am Ostersonntag auch unsere Kaninchen verwöhnt werden. Neben leckerer Petersilie gab es den ersten Pflücksalat in diesem Jahr aus dem eigenen Garten. Sowohl Max als auch Paula fanden es so lecker, dass sie sich fast auf den Schoß der Mädels gesetzt hätten. Es ist erstaunlich, wie zutraulich die beiden bei den Mädels sind. Dabei fällt es den Mädels immer wieder schwer ihnen nicht hinterher zu laufen und sie zu bedrängen oder auch leise in ihrer Gegenwart zu sein. Während Stefan und ich uns so sehr bemühen und sie dennoch bei uns deutlich weniger zutraulich sind.

 

Nach wie vor macht es mir und der Kleinen große Freude bei ihnen im Stall zu sitzen und sie zu füttern und zu beobachten. Obwohl die Kleine ja sonst eher aufgedreht ist und nicht lange ruhig sein kann, könnten wir beide zusammen stundenlang bei den Kaninchen im Stall sein und sie beobachten. Ich finde, es hat etwas unglaublich Beruhigendes. Gut, ich muss zugeben, dass es mir so bei fast allen Tieren geht, wenn ich sie beobachten, streicheln oder mit ihnen spielen kann. Mit Tieren scheint alles so ... sorgenfrei und unbeschwert.

Am Abend haben wir dann noch eine Runde "Mensch ärgere dich nicht" gespielt. Und dieses Mal hatten wir dabei so viel Spaß, dass sich am Ende tatsächlich niemand geärgert hat. Okay, es kann auch daran gelegen haben, dass wir dieses Mal in Teams spielten - Stefan mit der Großen gegen mich mit der Kleinen. Am Ende hatte jedes Team einmal gewonnen und bei einem Unentschieden muss ja auch niemand wirklich traurig sein. Übrigens haben wir eine Version mit extra großen Spielsteinen, welche ich persönlich perfekt für kleine Hände finde. Und auch mir persönlich gefallen sie viel besser als die kleineren Spielsteine.

Am heutigen Ostermontag durften die Mädels dann das Aquarium auch mit Wasser bespielen. Hier profitieren sie davon, dass wir das alte Bad oben auf der Mädels-Etage noch nicht renoviert haben. Daher sehen wir es nicht so eng, wenn dieses Bad auch mal etwas mehr "unter Wasser gesetzt" wird. Und während die Fische eine runde im Aquarium schwammen, schwammen unsere beiden Mädels eine Runde in der Badewanne.

Anschließend haben wir alle gemeinsam Nudeln mit Bolognese gekocht. Das Rezept stammt aus dem Kochbuch "Kochen! Das Gelbe von GU" und ist so einfach, dass es in wenigen Minuten gekocht ist und auch mit Kindern sehr gut zusammen gekocht werden kann. Überhaupt haben wir aus diesem Kochbuch schon so Vieles gekocht und alles war durchweg lecker. Das gemeinsame Kochen hat so viel Spaß gemacht und natürlich schmeckt es den Mädels gleich viel besser, wenn sie selbst mit gekocht haben.

Am Nachmittag sind dann Oma und Opa zum Kaffee trinken gekommen. Stefan und ich haben die Zeit genutzt, um mir eine Fahrkarte für morgen zu besorgen. Denn ab morgen arbeite ich in Frankfurt. Mein Unternehmen ist über das Osterwochenende von Darmstadt nach Frankfurt umgezogen. Das bedeutet für mich zukünftig einfach eine Fahrzeit von ca. einer Stunde, statt bisher ca. 20 Minuten.

 

Das wird sicherlich eine große Umstellung und gerade morgens wird es für mich deutlich stressiger. Bisher konnte ich mich und die Kleine fertig machen, wenn die Große in der Schule war und war auch nicht daran gebunden zu einer bestimmten Uhrzeit loszufahren. Ab morgen müssen wir alle zusammen pünktlich das Haus verlassen. Das bedeutet, dass wir Mädels uns alle zeitgleich fertig machen müssen, ich mit Balou Gassi gehen muss und alle gefrühstückt um 07:30 Uhr startklar sein müssen. Schauen wir mal, wie es morgen klappt. Ich bin überzeugt, dass sich in ein paar Tagen alles eingespielt hat.

 

Nachdem wir zurück waren, gab es eine Runde Eierlauf - da es draußen noch immer verregnet war - im großen Spielzimmer. Ich hatte einen kleinen Hindernis-Parcours aus Stühlen und Matten aufgebaut. Auch Stefan und ich mussten dann einen von der Großen gebauten Parcours laufen. Gut, dass es davon keine Beweisfotos gibt.

Als dann doch noch für eine halbe Stunde die Sonne raus kam, haben wir die Chance ergriffen und noch ein wenig frische Luft geschnappt. Eigentlich wollten wir mit der Kleinen nochmal Fahrradfahren üben. Wir haben uns von Freunden einen Sattel ausgeliehen, an welchem eine Stange befestigt ist. So müssen wir nicht immer bückend festhalten und mitlaufen.

 

Allerdings ist die Kleine nach wenigen Metern direkt wieder abgestiegen - sie hat einfach generell zu viel Angst. Ich habe keine Ahnung, woher diese kommt, denn sie ist noch nie heftig hingefallen oder ähnliches. Und eigentlich ist sie auch nicht so ängstlich, sondern probiert eher aus. So haben die Kleine, Stefan oder ich mit dem Roller und die Große mit ihrem Fahrrad ein paar Runden gedreht, bevor es dann Abendbrot gab und unser Abendprogramm startete.

 

Nun schlafen sie sich hoffentlich fit für den morgigen Tag in Schule und Kindergarten.

Das war unser Osterwochenende. Und wenn man überlegt, wie lange man sich darauf freut, ist es doch viel zu schnell vorüber gegangen.

 

Herzlichst,

eure Doreen

 

Und nun interessiert uns: Wir war euer Osterwochenende? Welche Rituale und Traditionen pflegt ihr an Ostern? Habt ihr etwas Besonderes unternommen?



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