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Ein neuer Hasenstall für Max & Paula - Teil I

Der Hasenstall von Max und Paula ist in die Jahre gekommen und müsste durch einen neuen ersetzt werden. Doch wir haben uns entschieden ihn nicht einfach zu ersetzen. Statt dessen bauen wir einen großen Auslauf für Max & Paula, in welchem sie Haken schlagen, buddeln, kuscheln und vieles mehr können. Wir nehmen euch mit bei dessen Entstehung.

Unser Hase Paula im grünen Gras

Max und damals noch Moritz sind als Brüder vor ca. 6 Jahren bei uns eingezogen. Genauer gesagt noch beim Schwiegervater, da wir zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht hier gewohnt haben. Wir haben Max und Moritz damals aus dem Tierheim geholt. Eigentlich sollten es Zwergkaninchen sein... Was soll ich sagen: sehr nach Zwerg sahen sie dann bald nicht mehr wirklich aus.

 

Zunächst hatten wir Max und Moritz in einem gekauften Stall untergebracht, aber den haben sie schnell angeknabbert. Daher hatten wir uns schnell entschieden einen massiveren Stall selbst zu bauen. Gesagt getan. Inzwischen ist er jedoch so in die Jahre gekommen, dass wir ihn ersetzen müssen. Und so haben wir überlegt, ob wir ihnen nur wieder einen solchen Stall bauen oder ein kleines Hasenparadies. Wir haben uns für das Hasenparadies entschieden.

 

Bevor alle Tierschützer Alarm schlagen: Max und Paula durften bisher regelmäßig im gesamten Garten herumhüpfen. Allerdings ist das ziemlich stressig für uns, weil wir doch immer ein Auge auf sie haben müssen und sie eben immer nur raus konnten, wenn wir auch draußen waren. Zukünftig haben Sie einen Stall von 1,80 m x 5,00 m. Aber dazu gleich mehr...

 

Dem aufmerksamen Leser wird es nicht entgangen sein: Anfänglich schrieb ich von Max & Moritz und nun von Max & Paula. Leider ist Moritz vor ein paar Jahren verstorben. Und da hat Max seine Herzdame Paula an seine Seite bekommen. Wir waren sehr froh, dass die beiden sich von Beginn an so gut verstanden haben. Unter uns: Bei den beiden hat eindeutig Paula das Sagen. Aber Max scheint das gar nicht zu stören...

alter und stark verwitterter Hasenstall von Max und Paula

Wo soll er hin und wie groß soll er werden

Die ersten Entscheidungen waren die Schwierigsten: Wo soll der Hasenstall zukünftig stehen und wie groß soll er werden. Ich habe mich bereit erklärt einen Teil meines Gemüsegartens zu opfern. Zwei Gründe sprachen dafür:

 

Erstens haben wir in den letzten Jahren immer weniger Gemüse angepflanzt, weil mir einfach die Zeit fehlte. Dafür vergrößern wir das Kräuterbeet und versetzten den Rhabarber sowie die Johannesbeere dorthin. Die Erdbeeren haben wir ganz weggenommen, da sie eh immer von den Schnecken zerfressen wurden, bevor sie für uns reif zum Ernten waren. So werden wir dieses Jahr Hängeerdbeeren in Kästen an das Geländer am Kräuterbeet pflanzen und hoffen, dass die Ernte reichlicher ausfällt.

 

Zweitens haben wir dort einfach den günstigsten Platz für einen Stall in der Größe 1,80 m tief - 5,00 m breit - 1,50 m hoch. Denn das war die Größe auf die wir uns geeinigt haben. So konnten wir gleich drei vorhandene Umrandungen ganz oder in Teilen verwenden. An zwei Seiten gab es bereits das Fundament / den Sockel vom bisherigen Maschendrahtzaun und an einer Seite bildete die Garage das Fundament.

Die Basis: Ein viertes Fundament und Ausbruchsschutz

Somit mussten wir nur ein neues Fundament erstellen. Wir haben einen ca. 50 cm tiefen Graben ausgehoben und zwei Schichten Schalungssteine verwendet. Dabei haben wir zunächst eine Reihe gesetzt und diese zur Hälfte mit Beton gefüllt. Dann haben wir die nächste Reihe darauf ausgerichtet und ebenfalls mit Beton befüllt. Zur besseren Festigkeit und Verbundenheit haben wir Eisenstangen mit eingesetzt. Mit der letzten Schicht Beton haben wir dann gleich die Stützen für die Pfeiler mit einbetoniert.

 

Im Anschluss haben wir ca. 40-50 cm Erde ausgehoben und den alten Maschendrahtzaun als eine "Durchbuddelsperre" in den Boden gelegt. Danach haben wir alles wieder mit der Erde aufgefüllt. Somit können die Kaninchen nun buddeln, ohne dass wir Angst haben müssen, sie irgendwann einfangen zu müssen, weil sie ausgebrochen sind.

Das Grundgerüst des Stalls

Als nächstes wurde das Grundgerüst gebaut. Wir haben uns für 5 Felder und somit 6 Pfeiler entschieden, damit der Abstand zwischen zwei Pfeilern am Ende passend für die Breite des Kaninchendrahts ist. Bei den Pfeilern haben wir die vorderen etwas kürzer gewählt, so dass wir eine Gefälle nach Vorne haben werden. Somit kann das Regenwasser zukünftig gut ablaufen.

 

Die hintere sowie die seitliche Wand haben wir mit OSB-Platten (mit Nut und Feder) verkleidet. Somit ist der Stall - unabhängig vom Nachbarszaun - auf alle Fälle immer von drei Seiten geschützt. Die OSB-Platten haben wir mit einem entsprechenden Lack imprägniert.

Auf die so entstandenen "Wände" wurden Latten längs geschraubt, auf welche dann ebenfalls OSB-Platten verlegt worden sind. Dies stellt unsere Dachkonstruktion dar. Die Säulen haben wir in Teak gestrichen.

Der Regen der letzten Tage hat uns zu einer Pause gezwungen. Ab morgen soll das Wetter wieder besser werden, so dass es dann mit dem Stallbau weitergehen kann. Als nächstes steht die Fertigstellung des Dachs, das Anbringen des Hasendrahts sowie der Türbau an. Und dann kommt der für mich schönste Teil: die Inneneinrichtung.

Seid also gespannt, wie es weitergeht.

Herzlichst,

eure Doreen

 

Und natürlich interessiert mich: Habt ihr auch Kaninchen? Wie sind diese untergebracht? Habt ihr vielleicht auch einen Stall selbst gebaut?



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